VI.
WAS ZEICHNET EINEN GUTEN AUTOFAHRER AUS?

Da Flugreisen auf kürzeren Strecken tendenziell zeitaufwendiger und unkomfortabler
werden und die Bahn gelegentlich streikt und nicht selten zu spät kommt, wird für den Reisenden die gute alte Autofahrt wieder zu einer attraktivenOption – ob mit dem Mietwagen oder, noch schöner, mit dem eigenen.
Für mich persönlich ist Autofahren ein Wert an sich. Ich kenne wenig Besseres als im Sommer mit unserem Mercedes SL offen durch Zürich zu fahren. »Was für ein
Schnösel!«, könnten Sie jetzt denken (sofern Sie das nicht schon längst tun), und deshalb beeile ich mich hinzuzufügen: Der Wagen hat das Baujahr 1980. Er entstammt der Baureihe R107 und verfügt über die Robustheit eines

 

  Traktors. Ob auf dem tief verschneiten Julierpass vor St. Moritz oder in der
flimmernden Augusthitze auf der Croisette in Cannes: Er fährt immer. Ich liebe ihn. Außerdem liebe ich Richie, den besten Ehemann von allen, und ich liebe es, wenn Richie fährt, worauf wir uns geeignet haben, denn ich fahre ungefähr so gut wie eine blinde Nonne mit Gehirnerschütterung. (Ich brauchte über 40 Fahrstunden, und bei meiner zweiten praktischen Führerscheinprüfung begrüßte ich den amtlichen Lenkungsberechtigungsab-nehmer mit den Worten: »Heute ist mein Geburtstag!« Was übrigens stimmte.) Ich fahre also nicht immer so super, aber sehr gerne, und auch wenn ich nicht selbst fahre, habe ich meinen Spaß und gebe wertvolle Anmerkungen vom Beifahrersitz aus .....
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